Schottland: Ein (Segel-) Traum oder doch eher ein Alptraum?

Mit dieser Fragestellung reisten wir am 16. Juli nach Schottland. Und, eben dieses Schottland hat uns alles geboten. Sonnige, warme Tage in Badehosen haben wir erlebt. Stürmiger Wind und hohe Wellen haben uns gefordert. Einsame Buchten und malerische Städte haben besucht.

Doch der Start war „typisch“ Schottland: Strömender Regen, kalt, windig….

Samstag: Einkaufen, Schiff übernehmen, Einräumen und Einrichten. Gar nicht so einfach auf einem Boot mit nur 32 Fuss und 4 Personen. Dazu hatte unser Vercharterer die Yacht so parkiert, dass der Regen so richtig den Niedergang herniederprasselte! Das Boot ähnelte einer Tropfsteinhöhle.

Sonntag dann weiter Regen und viel Wind – egal, was ein rechter Segler ist, segelt bei jedem Wetter. So segelten wir das Boot im strömenden Regen von Craobh nach Oban. Ein steiler Start!

Doch es kam besser: soviel Regen gabs die nächsten 3 Wochen kaum mehr. Von 30Grad bis kalt und neblich haben wir alles erlebt. Meist guter Wind und wenig Sturm.

Das Segelrevier in Schottland war in jeder Beziehung grossartig:

  • Segeln mit viel Tide, viel Strom und oft wechselnden und böigen Winden bot für jeden etwas.
  • Die Landschaft, mal einsam, mal viel besucht, war faszinierend und fesselnd. Einsame Buchten hatten Ihren Reiz ebenso wie die grossen Marinas im Süden. Der Crinan-Canal wiederum war eine ganz neue und abwechslungsreiche Erfahrung.
  • Tiere: Gesegelt sind wir mit Wahlen und Robben. Auf der Landwanderung von Seeadlern angegriffen. Vögel so viele, dass Sie selbst unser Vogelbuch nicht kannte. Einmalig!
  • Zusammenleben: 3 Wochen auf einem Boot mit 32 Fuss. Es war eine Erfahrung – ein Training! Wir sind mit viel Gelerntem und reichen Erfahrungen zurückgekehrt.

Die Landschaft, die Tiere, die Lernumgebung und das Segelabenteuer – wir kommen wieder!

 

Felix Fischer, August 2016